Vorträge 2005

17. Januar 2005, Prof. Dr. Andres Wiemken, Universität Basel: Mykorrhizapilze, die heimlichen Drahtzieher zwischen den Pflanzen im Boden

24. Januar 2005, Dr. André Michel, Bern: Thailand: Botanische und kulturelle Eindrücke aus dem Land des Reises. Diavortrag in 3-D-Projektion

31. Januar 2005, Corinne Vonlanthen, Universität Bern: Alpine Pflanzengemeinschaften: Ökologie und Biodiversität

14. Februar 2005, Dr. Jürg Schneider, Bern: Reis ist Leben: ein Rückblick auf das IYR, International Year of Rice, 2004, mit Beispielen aus Südostasien

28. Februar 2005, Marc Haemmerli, Université de Neuchâtel: Frühlingsenziane: Systematik und Biogeographie von Gentiana Sect. Calathianae

7. März 2005, Hauptversammlung
Exkursionsprogramm 2005
Kurzvorträge: – Stefan Glur: Tulpen im Wallis – Dr. Daniel Moser: Flora Alpina – Dr. Stefan Eggenberg: Neues Leitbild zum Botanischen Garten

31. Oktober 2005, Dr. André Michel, Dr. Gerhard Wagner, Dr. Daniel Moser, Dr. Edwin Flury: Konrad-Lauber Gedenkabend
Von einigen seiner Botanik-Weggefährten wird die botanische Laufbahn Konrad Laubers nachgezeichnet. Bilder und Berichte illustrieren zunächst die ersten gemeinsamen naturkundlichen Tätigkeiten und weisen auf Laubers frühe Buchillustrationen hin. Entlang der “bibliophilen Meilensteine”, von Unsere Pilze, den Geschützten Pflanzen des Kantons Bern, Flora des Kantons Bern bis zur Flora Alpina wird sein botanischer und fotografischer Werdegang erkennbar. Ein grosser Teil des Abends wird dem Höhepunkt von Laubers Schaffen, der Flora Alpina gewidmet. Neben Erinnerungsbildern von Koni werden auch viele Pflanzen- und Landschaftsaufnahmen von gemeinsamen Reisen zu sehen sein, die er mit seinen zahlreichen Botanikfreunden unternommen hat.

7. November 2005, Dr. Daniel Moser, Bern: Flora, Vegetation und Fauna Kamtschatkas
Reisebericht über den floristisch wenig bekannten Naturraum mit imposanten Vulkanen zwischen Nordostasien und Alaska. Die Vegetation erinnert an die Taiga und Tundra Skandinaviens und Sibiriens, im regenreichen Klima wachsen ausgedehnte Betula-Bestände mit attraktiven Hochstaudenfluren, im zentralen Bereich gedeihen ausgedehnte Larix dahurica-Wälder. Rotrückenlachse, Kamtschatka-Braunbären, Steller-Seeadler und viele endemische Pflanzenarten wie Cypripedium yatabeanum, C. macranthum, Oreorchis patens, Lilium debile, Trillium, Rhododendrum aureum und Primula cuneifolia etc. führten dazu, dass hier einige UNESCO-Weltnaturerbegebiete politisch durchgesetzt werden konnten.

14. November 2005, Prof. Dr. Klaus Ammann, Universität Bern: Die Vielfalt botanischer Gärten, eine philosophische Betrachtung
Der Botanische Garten in Bern steht vor neuen Herausforderungen, denn die botanische Forschung an der Universität Bern hat sich im Verlaufe der letzten Jahrzehnte stark verändert. Die Öffentlichkeitsarbeit an den Bernischen Museen ist ebenfalls in starkem Wandel begriffen, pädagogische Ansätze werden neu überdacht, dies gilt auch für den Botanischen Garten: Interaktionen mit dem Publikum folgen neuen Rezepten der kulturell-botanischen Vernetzung, die Nutzung des Gartens ist breiter gefächert und dadurch sind die Besucherzahlen in den letzten Jahren enorm gestiegen.

21. November 2005, Felix Hubschmid, Biel: Riesenpflanzen am Ruwenzori
In tropischen Hochgebirgen wachsen in 3000-4000 m auch oberhalb der Waldgrenze Riesenpflanzen mit einem geringen Holzanteil. Sie werden demzufolge nicht als echte Bäume bezeichnet, erreichen aber dennoch Höhen bis 10 m. Der Riesenwuchs von Dendrosenecio und Lobelia gilt als Anpassung an die speziellen Klimabedingungen in den ostafrikanischen Hochgebirgen. Das Ruwenzorigebirge (5109 m) in Uganda ist erst seit 2001 wieder für Touristen geöffnet, weshalb Literatur und Berichte selten sind.

28. November 2005, Peter Steiger, Rodersdorf: Curry, Tannen und Rhododendren
Eine landschaftliche und botanische Wanderung durch Nepal führt uns vom tropischen Tiefland der Gangesebene mit laubwerfendem Trockenwald durch immergrüne Lorbeerwälder und eindrückliche Kulturlandschaften der Vorgebirge zu den moosbehangenen Tannenwäldern und Rhododendren des Himalaya. An der Grenze zum Tibet begegnen uns eine Almwirtschaft, die an unsere Alpen erinnert, und alpine Pflanzen, die erst oberhalb von 5000 m wachsen.

5. Dezember 2005, Dr. Adrian Zangger, Bern: Biodiversitätsmonitoring Schweiz (BDM)
2001 fiel der Startschuss zu neuen Felderhebungen im Rahmen des Biodiversitätsmonitoring Schweiz. Moose und Gefässpflanzen, aber auch Brutvögel, Mollusken und Tagfalter werden in gesamtschweizerischen Stichprobennetzen nach standardisierter Methode erfasst. Im Herbst dieses Jahres wird die Ersterhebung abgeschlossen. Nebst Zielen und Aufbau dieses BUWAL-Projektes werden vor allem Methoden und erste Ergebnisse zur Vegetation vorgestellt.